… Menschen oder zuviel?
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Hallo und Willkommen!
Meine Freunde und Bekannten wissen, dass ich gerne in etwas größerem Rahmen denke.
Bei der Entwicklung unserer Geschäftsidee (System, Methode, Vorgehensweise) ist es also von grundlegender Bedeutung, ob wir etwas planen wollen, was jemand als Einzelunternehmer umsetzen kann oder ob wir etwas planen, das über das Internet zig-Tausend von Menschen erreichen – und ins Verdienen bringen soll.
Größenordnung
Es ist nicht nur eine bloße Frage der Anzahl. Je mehr Leute, desto größer wird automatisch der „Verwaltungsapparat“, den wir dahinter bauen müssen.
Bei einem Webshop brauchen wir nicht wirklich sehr viel, solange die Logistik der Waren sichergestellt ist. Zur Not kann man auf eine Vorlage zurückgreifen, mit der entsprechenden Software, die auch gleich die Abrechnung erledigt. Dann müssen wir uns noch um „etwas“ Werbung kümmern und fertig.
Soll unsere Geschäftsidee überwiegend „offline“ abgewickelt werden, dann müssen wir uns überlegen, welcher Standort sinnvoll ist. Sollte es sich also um ein produzierendes Gewerbe handeln, brauchen wir zunächst eine gewisse Summe Geld, um das zu realisieren.
Wir entscheiden…
Wir erinnern uns ein weiteres Mal an den Artikel unseres „Ersten Gesetzes“ (Siehe hier.) Ich zitiere:
Zunächst stellen wir einige Prämissen auf, die für die Geschäftsidee (System, Methode, Vorgehensweise) gelten müssen. Erst dann werden wir die Möglichkeiten eruieren, wie wir diese Prämissen umsetzen und einhalten werden.
Das heißt, wie geben die Größenordnung vor. Und da uns ja alle Möglichkeiten offen stehen, wieso dann nicht ein paar davon ausschöpfen?
Im ersten Post vom 1. Januar 2011 habe ich geschrieben: (Zitat)
Wenn wir dann am Ende dieses Jahres 2011 einige Dutzend oder Hunderte (toi toi toi) Menschen haben, die mit dieser Geschäftsidee (System, Methode, Vorgehensweise) Geld verdient haben, dann hat dieses Blog seinen Zweck erfüllt – und wir werden uns weitere Ziele setzen.
So wie es aussieht, planen wir also nicht nur einen Familienbetrieb.
Über-Expansion vs. Unter-Organisation
In meiner Tätigkeit habe ich folgende Beobachtung bei neuen Vertrieben gemacht. Sie hatten eine gute Idee, ein gutes Produkt und auch gute Verkäufer an der Spitze. Meistens war der Chef der beste Verkäufer.
Und wie das bei Verkäufern und Vertrieblern so ist, zählt vor allem Eines:
„Umsatz – JETZT“
Wenn die Idee dann tatsächlich so gut angekommen ist, wie erhofft, kam eine Flut von „Verwaltungsaufgaben“ auf den Chef zu, der aber eigentlich nur eines wollte: Verkaufen.
Plötzlich war die Software nicht für die Mengen an Leuten ausgelegt. Dann gab es auch mal Storno. Das alles musste in der Abrechnung berücksichtigt werden. Und es gibt nichts Schlimmeres in einem Vertrieb als eine Abrechnung, die nicht äußerst korrekt, oder eine Provision, die nicht pünktlich überwiesen wird.
Passiert sowas, dann werden Vertriebler richtig sauer.
Ist ein Vertriebler richtig sauer,…
…dann kann er dem Innendienst das Leben zur Hölle machen. Er ruft ständig an, lässt immer wieder mal einen Kommentar fallen, ob man denn die Probleme im Griff hätte, oder ob er sich eine andere Firma suchen soll, er schreibt eMails, er arbeitet Nachfragen des Innendienstes bzgl. der Kunden nicht zügig ab… glauben Sie mir, ein Verkäufer weiß, wie er dem Innendienst das Leben schwer machen kann.
Wenn die Anfragen eines guten Verkäufers nicht relativ schnell bearbeitet werden, dann wird er eines tun: Er wird zu einem anderen Vertrieb gehen.
Das Problem ist aber nicht der gute Verkäufer. Das Problem ist, dass man von Anfang an nicht in der richtigen Größenordnung geplant hat. Die Expansion ist nicht dafür verantwortlich, denn die will man ja haben.
Man hat einfach vorher nicht seine Hausaufgaben gemacht und eine richtige Organisation auf die Beine gestellt. Es muss ja nicht perfekt sein. Das wird es auch nie sein. Aber wenn man eine „Herde“ betreuen will, dann sollte man nicht nur einen „Hütehund“ haben.
Das Gleiche gilt für Platformen wie Xing, Facebook, YouTube und wie sie alle heißen. Ist nicht die Kapazität vorhanden, um den ganzen Datenverkehr zu handhaben, dann bleiben die Leute weg.
Die ganzen Online Games mit Millionen von Spielern müssen neben der Entwicklung des Spieles, den entsprechenden Datenbanken, eines ansprechenden Spielverlaufs und hervorragendem Designs vor allen Dingen sicherstellen, dass genügend Speicher-Kapazität vorhanden ist.
Eine Faustregel
Ich habe gelernt, dass man für das „Drei- bis Fünffache“ planen soll.
Will ich € 3.000,- verdienen, sollte ich Leistungen für gut und gerne € 9.000,- bis € 15.000,- planen.
Will ich 20 Leute bei einer Präsentation haben, sollte ich 60 Zusagen haben.
Ein Freund war auf der Suche nach einer festen Freundin. Er ging in einer Woche mit drei Damen aus… eine der Damen heiratete er 10 Monate später. 🙂
Wir kennen das auch aus dem Bauwesen. Eine Brücke oder ein Gebäude wird niemals nur auf die Belastung ausgelegt, der es tatsächlich standhalten muss. Es wird immer eine Belastung angenommen, die weit über dem „Normal“ liegt.
Wenn wir also entscheiden, dass unsere Geschäftsidee (System, Methode, Vorgehensweise) für 10.000 Personen funktionieren soll, dann sollten wir Kapazitäten von mindestens 30.000 einrechnen, um keine organisatorischen oder verwaltungstechnischen Probleme zu bekommen.
Was halten Sie davon?
Mindestens 10.000 Menschen sollen direkt von unserer Geschäftsidee (System, Methode, Vorgehensweise) profitieren.
Ist das genug? Zuwenig? Zuviel?
Mailen Sie mir, ob das ein gutes Ziel ist, oder hinterlassen Sie mir einen Kommentar.
Herzlichst,
Ihr Jacky Cash

ja, betriebswirtschaftliches Denken kommt ohne den Wunsch um die Vermehrung nicht aus. Vergleiche ich da die Erfolge meiner Frau (Fotografin) mit den drei Werbeschienen (1) Internet (meine Aufgabe), (2) Anmieten eines Ausstellungsraumes, (3) Telefon-Netzwerk-Aufbau, so hat momentan Trick 2 (Ausstellungsraum in Fußgängerzone) den Vogel abgeschossen. Vielleicht benutzen die Deutschen noch nicht genügend das Medium Internet?
dein Artikel hat mich inspiriert zu:
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10.000 Kunden, das wäre toll …
Vielen Dank. Das „hört“ man doch gerne.
Übrigens: Tolle Bilder, super Location.
Gruß,
Jacky
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