Tagesarchiv: 8. Februar 2011

Was sehen Sie? Oder anders gefragt…


Was sehen Sie nicht?

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(C) Foto by Uta Herbert / pixelio.de

Hallo und Willkommen!

Für einen Autor ist ein weißes Blatt eine Inspiration. Ich denke, dass sich da auch im Zeitalter des Computers nicht viel geändert hat.

Aber zuweilen kann es ganz schön mühsam sein, sich etwas Sinnvolles einfallen zu lassen.

Als Blogger wissen Sie das aber auch selbst.

Ein weißes Blatt Papier kann aber auch helfen, den Kopf frei zu bekommen.  Es gibt einem die Gelegenheit, einfach noch einmal von vorne anzufangen, wenn man zum Beispiel dabei die Angelegenheit von einem anderen Standpunkt angeht.

Einen Schritt zurücktreten

Wenn zwei sich streiten….

…ist es oft sehr hilfreich, wenn mindestens einer von beiden, einfach mal einen Schritt zurücktritt. Ich habe mir für solche Fälle angewöhnt, einen kurzen Spaziergang zu machen, bevor ich etwas Falsches sage. Aber man hilft dabei eben auch dem anderen, nicht Falsches zu sagen.

Nach einem solchen Spaziergang stellen sich weit über 80% der Dinge in einem anderen Licht dar.

Und man muss ich nicht für etwas entschuldigen, was man in der Hitze des Gefechts unüberlegt gesagt hat.

Auch wenn ich an einem Punkt unserer Geschäftsidee (System. Methode, Vorgehensweise) nicht weiter komme, dann packe ich mir den Hund, drehe eine Runde und setze mich noch einmal dran. Das hilft.

Oder ich nehme eben das erwähnte weiße Blatt und fange einfach noch einmal von vorne an. Ich vergesse dabei alle annahmen und „konzipiere“ die Sache einfach noch einmal neu.

Sie kennen sicher Rüdiger Hoffmann: „Ja, hallo erstmal. Ich weiß ja gar nicht, ob Sie’s wussten…“

Das faszinierende an manchen Nummern von Rüdiger Hoffmann ist, dass es ganz langsam anfängt und man ist gewillt, seinem Gedankengang zu folgen. Dann kommt ein weiterer Schritt, und noch einer und noch einer.

Und am Ende hat Rüdiger Hoffmann ein komplett absurdes Szenario und man fragt sich, wie es eigentlich soweit kommen konnte… 🙂

So ähnlich ist das bei Konzepten und Kalkulationen zuweilen auch schon. Um eben die Komplexität aus einer Sache zu nehmen oder den Punkt zu finden, an dem die Dinge plötzlich komplizierter wurden, hilft ein weißes Blatt ebenso.

Der Tod der gedruckten Bücher…

… wird sicherlich niemals kommen. Egal wie viele eBooks, Filme und Videos es geben wird. Solange es gedruckte Tageszeitungen, Magazine und Zeitschriften gibt, werden wir uns keine Sorge machen müssen, dass das Buch „aussterben“ wird. Und Magazine und Zeitschriften gibt es heutzutage mehr als jemals zuvor.

Genauso ist es mit dem weißen Blatt Papier. Mal eben etwas auf ein Stück Schmierpapier zu kritzeln, ist eben immer noch einfacher. Und solange wir unsere Gedanken nicht automatisch auf dem Bildschirm darstellen lassen können oder diese per „WLAN“ direkt in den Kopf anderen zu projizieren, wird sich daran auch nicht viel ändern.

Mit dem Siegeszug des Computers wurde ja das „papierlose Büro“ propagiert. Und was ist das Ergebnis: mehr Papier. Was auch logisch ist. Früher hat man Tipp-Ex verwendet, weil man nicht die ganze Seite nochmal neu tippen wollte.

Heute druckt man etwas aus, um es Korrektur zu lesen, findet einen Fehler und druckt es neu aus. Dummerweise findet der zweite Leser einen weiteren Fehler und damit hat man ein drittes Blatt Papier, wo man früher nur eines hatte.

(Sie wissen ja, woran man erkennt, dass eine Blondine am Computer saß. Am Tipp-Ex auf dem Monitor.)

Wenn Sie ein paar Minuten „entspannen“ wollen, dann nehmen Sie sich doch einmal ein weißes Blatt Papier und legen es vor sich auf den Tisch.

Daneben einen Kugelschreiber oder einen Bleistift. Sehen Sie eine Weile auf das Blatt – nicht zwanghaft. Trinken Sie eine Tasse Kaffee oder Tee, rauchen Sie eine Zigarette, was auch immer. Und beobachten Sie, was passiert.

Also bei mir steht in 99.5% immer mindestens eine Idee auf dem Blatt Papier. 🙂

Mailen Sie mir, ob es Ihnen auch so geht, oder hinterlassen Sie einfach einen Kommentar.

Herzliche Grüße,
Ihr Jacky Cash